Religion an beruflichen Schulen...

Hessen

Der VKR–Landesverband Hessen

Im VKR-Landesverband Hessen haben sich derzeit 74 Kolleginnen und Kollegen aus den drei Bistümern Fulda, Limburg und Mainz organisiert. Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Kontakt zum Hessischen Kultusministerium und zu den Vertretern der Industrie- und Handelskammer. Wir halten den Kontakt zu den Referenten der Schulabteilungen aus den einzelnen Diözesen. So können wir aktuelle Nachrichten über die Entwicklung des Religionsunterrichtes an berufsbildenden Schulen an unsere Mitglieder weitergeben. Zuletzt haben wir uns mit dem neuen Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, getroffen, zu dem Sie hier einen Bericht lesen können.

Wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft interessieren, gelangen Sie hier zum Online-Mitgliedschaftsantrag oder können sich hier den Mitgliedschafts-Antrag als PDF herunterladen.

Unseren Flyer finden Sie hier als PDF-Datei.

 

Der Vorstand des VKR LV Hessen

denfeld Beate Denfeld
Vorsitzende des VKR – Landesverband Hessen
Hochtaunusschule in Oberursel
Pauli

Joachim Pauli
Stellvertretender Vorsitzender
Diakon in Pfarrei Kath. Pfarrei St. Franziskus und Klara - Usinger Land
ehemaliger Lehrer an der Hochtaunusschule in Oberursel

 

 

 

Helfrich-Teschner Esther Helfrich-Teschner
Schriftführerin
Bethmannschule (kaufmännische BBS) in Frankfurt
Conze Horst Conze
Kassenwart
Ferdinand-Braun-Schule in Fulda
Steinmetz Wolfgang Steinmetz
Geistlicher Begleiter des LV Hessen und des BV VKR
Werner von Siemens Schule in Frankfurt

 

Pilgerfahrt zu Wallfahrtsstätten der Barmherzigkeit 2016

Eine Pilgergruppe aus Mitgliedern des VKR-Hessen, des Verbands katholischer Religionslehrer/innen an Berufsbildenden Schulen, und aus der Pfarrei St. Franziskus und Klara – Usinger Land fuhr vom 15.-26.10.2016 zu "Wallfahrtsstätten der Barmherzigkeit" in Frankreich. Weiterlesen (PDF-Datei)


Traditionell treffen wir uns in jedem Jahr an zwei festen Terminen:

1.    „Schlachter-Tagung“ am Wochenende (Fr-Sa) zum 1. Fastensonntag in Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod (Link zu Terminen)

  • Informationen aus dem HKM
  • Nachrichten aus den Schulabteilungen
  • Neuere Entwicklungen und Reformen zu RU an berufsbildenden Schulen
  • kollegialer Austausch
  • Mitgliederversammlung des VKR LV Hessen
Einladung zur Mitgliederversammlung und "Schlachter-Tagung" 2015 als PDF-Datei.

2.    Die Adventsbesinnung am dritten Adventswochenende (Sa-So) im Exerzitienhaus der Franziskaner in Hofheim
  • Spirituelle Impulse für Schuldienst und Alltag
  • Kompetente spirituelle Begleiter mit Themen aus dem Bereich christlicher Spiritualität, Meditation und Mystik
  • Austausch über den eigenen Glauben und die eigenen Kraftquellen
  • Auftanken für die hektische Advents- und Weihnachtszeit
  • Ehepartner und Kinder sind willkommen

Adventsbesinnung 2015:

Entscheidend ist das UND:
Kontemplativ leben und engagiert handeln
(Thomas Merton)

thomas-merton


Kann man inmitten einer aktiven, lauten Welt still in Gott versunken leben?
Das Leben von Thomas Merton (1915-1968), erst Kommunist, dann Trappistenmönch, Grenzgänger zwischen Buddhismus und Christentum und überzeugter Pazifist ist eine Antwort auf diese Frage. Sie führt uns aus vorweihnachtlichem Trubel zu den „Keimen spiritueller Vitalität“ in uns.

Beginn: Samstag, 12.12.15 - 10 Uhr Stehkaffee
Ende:    Sonntag, 13.12.15 - nach dem Mittagessen

Wo: Exerzitienhaus der    Franziskaner, Kreuzweg 23, 65719 Hofheim
Referent: Dr. Thomas Wagner Berater, Trainer, Meditationsbegleiter
Kosten: 30 € VKR-Mitglieder (40 € Nichtmitglieder)
Anmeldung: bis 30.11.15 per Mail an den Kassierer des VKR Hessen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und durch Überweisung des Unkostenbeitrags

Bankverbindung:
Verband kath. Religionslehrer/innen e.V. LV Hessen                
IBAN: DE79 7509 0300 0003 0122 98
BIC: GENODEF1M05

Die Einladung als PDF-Datei finden Sie hier

 

vorstand

Esther Helfrich-Teschner, Wolfgang Steinmetz und unsere Vorsitzende Beate Denfeld haben den VKR Hessen beim Tag der Religionspädagogik in Limburg am 12.9.2014 vertreten.

 

Christen aus dem Bistum Limburg im Gespräch mit Metropolit Irenäus, dem Oberhaupt  der Orthodoxen Kirche von Kreta, Griechenland


Der Verband katholischer Religionslehrer/innen an Berufsbildenden Schulen in Hessen veranstaltete
in den hessischen Herbstferien eine Studienfahrt nach Kreta.
In den zwei Wochen wurden die Teilnehmer durch 5000 Jahre Religionsgeschichte geführt:
Vom minoischen Stiergott in der frühesten Hochkultur Europas zur Religion der Griechen und Römer über die Begegnung mit Paulus und Titus zu den Byzantinern und Venezianern bis zur orthodoxen Kirche auf Kreta heute.
Höhepunkt der Begegnung mit der Orthodoxie  war das Gespräch mit Erzbischof Irenäus, dem Metropoliten der Orthodoxen Kirche von Kreta.

Im Bischofssitz in Heraklion wurde die Gruppe griechisch gastfreundlich mit Getränken und Gebäck begrüßt  und anschließend im großen Empfangsraum, der  rundum mit Stühlen und kleinen Tischchen ausgestattet war, zum Gespräch eingeladen.

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Die  Fragen betrafen sowohl die religiöse als auch die politische Situation auf Kreta und wurden mit großer Konzentration und beeindruckender Freundlichkeit beantwortet.
Der heute fast 80jährige Metropolit von Kissamos - Kastelli vermittelte ein lebendiges Bild der heutigen Herausforderungen an die Orthodoxe Kirche, die durch die Not der Menschen entstanden seien. Die Krise in Griechenland habe vor allem Bewegung gebracht im Bereich der Diakonie und  ein neues Handeln der Kirche eingefordert.
In der Tradition der orthodoxen Kirche spielte die organisierte Diakonie bisher eine geringe Rolle.
Anders als in der katholischen und evangelischen Kirche vor allem in Deutschland wurde der karitative Dienst am Nächsten weitgehend Einzelnen überlassen. Die Orthodoxie verstand  sich als Bewahrerin der traditionellen Werte und Normen in der Hinwendung zur eigenen Seelenrettung der Gläubigen.
Erst in jüngster Zeit haben  Nonnen des Klosters Kaliviani im Süden Kretas ein Waisenhaus übernommen. Ebenso sind die Suppenküchen, die in geringer Anzahl bestanden, sehr erweitert worden. In der Hauptstadt Heraklion sei der Bedarf von früher 10 Personen auf 1000 Bedürftige pro Tag angewachsen.

Die vielen Klöster in Kreta seien ein wichtiger Schatz der Orthodoxie, spirituelle Zentren, die nicht oberflächlich touristisch „vermarktet“ werden dürften. Auch auf Kreta  würden viele orthodoxe Christen nicht regelmäßig den Gottesdienst besuchen, wichtig sei aber der Kontakt an Hochfesten und an den Lebenswenden, die durch die Sakramente der Kirche begleitet werden.   

Auf die Ökumene und die Weltsituation angesprochen, vermittelte Metropolit Irenäus  seinen großen Respekt und die absolute Wertschätzung für andere Religionen. Die Einheit in Verschiedenheit betrachtete er als gangbaren Weg in die Zukunft. In diesem Zusammenhang wies er nachdrücklich  auf die „terroristischen Fehlentwicklungen“ im Islam hin und forderte im Hinblick auf das gesamte Europa mehrmals:  „Wacht  auf –  seid aufmerksam!“  

Bei der Verabschiedung hatte die Gruppe  die  Gelegenheit, einen Blick in die erzbischöfliche Privatkapelle zu werfen. In dem sehr kleinen Raum hängt  ein Fresko mit der Darstellung der  Übergabe einer für die Orthodoxie bedeutsamen Ikone durch Papst Paul VI. Die Gruppe spürte:  So baut man Brücken.

Dem Wunsch nach einem Segen zum Abschied entgegnete der Metropolit: “Ihr seid gesegnet“. Dies beeindruckte und verstärkte das Gefühl, einem sehr warmherzigen, spirituellen, weisen Geistlichen begegnet  zu sein.

Rita Schneider und Beate Denfeld

 

Ökumene erleben – hautnah


In den Herbstferien begaben sich Religionslehrer und Interessierte unter der Leitung von Beate Denfeld, Thomas Knögel und Joachim Pauli auf eine Fortbildungsreise nach Kreta. Ausgeschrieben vom VKR machte sich die Gruppe in dieser alten Kulturlandschaft auf Spurensuche nach dem religiösen Leben auf der Insel in Vergangenheit und Gegenwart, angefangen bei der Verehrung des Stiergottes der Minoer über das reiche Erbe der Griechen und Römer bis zur Verehrung des einen Gottes im jüdisch-christlichen Erkenntnishorizonts und den daraus erwachsenden Ausrichtungen des Christentums.
In Heraklion, der Hauptstadt der Insel, fand eine Begegnung mit seiner Exzellenz Erzbischof Irineos statt. Der Leiter der orthodoxen Kirche Kretas sprach von Respekt und Toleranz gegenüber allen Menschen unterschiedlicher Religionen. Als besondere Verbindung mit der römisch-katholischen Kirche hob der Bischof das gemeinsame Verständnis der Sakramente von Taufe und Eucharistie hervor, denn darin sind wir alle vereint.  Dieser Gedanke der Einheit in der Vielfalt kann ein möglicher gemeinsamer Weg in die Zukunft der Ökumene ebnen.
Von besonderer Bedeutung erwies sich die Begegnung mit Pater Daniel, dem Priester der römisch-katholischen Gemeinde von Heraklion und Hersonisos. Nach dem Besuch der Eucharistiefeier, die mit den Touristen vielsprachig gestaltet wird, trafen wir ihn im Gemeindehaus und erfuhren dort, dass die Gemeinde in Hersonisos Gast ist in der orthodoxen Kapelle im Hafen der Stadt, wo sie jeden Sonntag Eucharistie feiern darf. Dazu wird ein kleiner Altartisch vor die Ikonostase gestellt. Das ist gelebte Ökumene, die wir hautnah erfahren durften.

Gabriele Denter